{"id":459,"date":"2019-07-27T14:11:49","date_gmt":"2019-07-27T13:11:49","guid":{"rendered":"http:\/\/gruenejugend-kiel.de\/?p=459"},"modified":"2019-07-27T14:11:49","modified_gmt":"2019-07-27T13:11:49","slug":"autorinnen-und-die-taz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gruenejugend-kiel.de\/?p=459","title":{"rendered":"Autorinnen und die taz"},"content":{"rendered":"<p>Vor wenigen Tagen hat die taz ihren Leser*innen zehn Lekt\u00fcren \u00ab mit Zukunft \u00bb f\u00fcr den Sommer empfohlen. Da freut man sich wahrscheinlich fast so sehr, wie die lesende Frau auf dem Titelbild sich freuen w\u00fcrde, k\u00f6nnte man zus\u00e4tzlich zu ihrem K\u00f6rper auch ihr Gesicht sehen.<br \/>\nKann man nicht, macht aber nichts, denn die zehn Autoren der zukunftstr\u00e4chtigen B\u00fccher haben den Durchblick. Blo\u00df sind es leider ausschlie\u00dflich M\u00e4nner. Deshalb haben wir eine erg\u00e4nzende Liste f\u00fcr euch, die eure Auswahl nicht nur ausgleicht sondern auch verbessert. Denn (B\u00fccher von) Frauen haben auch eine glorreiche Zukunft!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>\n\u00ab Becoming &#8211; meine Geschichte\u00bb von Michelle Obama<\/h3>\n<p>In einer Art Autobiographie erf\u00e4hrt man, was Michelle Obama im Leben schon beeinflusst und beeindruckt hat. Besonders spannend f\u00fcr einen Einblick in ihre Kindheit und all das, was sie au\u00dfer einer First Lady schon war oder noch ist.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>\u00ab Wenn M\u00e4nner mir die Welt erkl\u00e4ren \u00bb von Rebecca Solnit<\/h3>\n<p>Bei der Google-Suche nach diesem Buch wird man dar\u00fcber in Kenntnis gesetzt, dass 77 Prozent der Nutzer dieses Buch m\u00f6gen, dass 27 Kunden das Buch rezensiert haben und dass der Autor Rebecca hei\u00dft. Missst\u00e4nde in Sprache und Kommunikation zwischen den Geschlechtern sind so allt\u00e4glich, dass sie h\u00e4ufig gar nicht mehr auffallen: das beginnt zum Beispiel beim Gendern, f\u00fchrt aber noch so viel weiter. Das zeigt Solnit anhand pers\u00f6nlicher Anekdoten in angenehmer Nachvollziehbarkeit.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>\u00ab Untenrum frei \u00bb von Margarete Stokowski<\/h3>\n<p>In &#8222;Untenrum frei&#8220; kritisiert und erkl\u00e4rt die Autorin sexuelle Unterdr\u00fcckung, Alltagssexismus und die Zusammenh\u00e4nge von Sexismus und Kapitalismus in unserer Gesellschaft. Ein wunderbares Buch, vor allem f\u00fcr Leute, die erst anfangen, sich mit feministischen Themen auseinandersetzen.<br \/>\nUnd wer direkt weiter will, die*der lese \u00ab Die letzten Tage des Patriarchats \u00bb. Dort lassen sich Essays, Kolumnen und Debattenbeitr\u00e4ge zu verschiedenensten politischen Debatten der letzten Jahre aus einem feministischen Blickwinkel finden Blickwinkel finden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>\u00ab Too fat, too slutty, too loud \u00bb von Anne Helen Petersen<\/h3>\n<p>Anne Helen Petersen schreibt hauptberuflich f\u00fcr \u201cBuzzFeed\u201d und gibt in zehn Kapiteln Beispiele von Frauen aus dem \u00f6ffentlichen Leben, die sich Vorw\u00fcrfe anh\u00f6ren m\u00fcssen, weil sie gegen soziale Normen versto\u00dfen. Von Politikerinnen wie Hillary Clinton (zu schrill) bis hin zu Reality-TV-Star Kim Kardashian (zu schwanger) sind viele Frauen vertreten, wobei Petersen selbstkritisch betont, dass der einzig echte Feminismus der inklusive Feminismus ist.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>\u00ab Oh, Simone \u00bb von Julia Korbik<\/h3>\n<p>Wer sich ein wenig einlesen will in die Werke und das Leben einer der wohl bekanntesten Feminist*innen, aber im Urlaub nur eine geringe Aufmerksamkeitsspanne aufbringen kann oder mag, die\/der greife zu. Simone de Beauvoir leicht komprimiert und vereinfacht und doch in voller Gr\u00f6\u00dfe.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>\u00ab Rising \u00bb von Elizabeth Rush<\/h3>\n<p>Dieses Buch vermittelt, wie People of Color und Teile der indigenen Bev\u00f6lkerung in den USA den Anstieg des Meeresspiegels und damit zusammenh\u00e4ngend den Verlust ihres Zuhauses erleben. Zudem erz\u00e4hlt die Autorin von ihren Erfahrungen als Klimaforscherin in einem immernoch haupts\u00e4chlich m\u00e4nnlich gepr\u00e4gten Forschungsfeld.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>\u00ab Ja hei\u00dft ja und&#8230; \u00bb von Carolin Emcke<\/h3>\n<p>Die \u00ab Me Too \u00bb &#8211; Bewegung der letzten Jahre aufgreifend thematisiert die Autorin die Darstellung sexueller Lust in der Musik, die wir h\u00f6ren und den B\u00fcchern, die wir lesen und in allen unseren Umgebungen. Wie ein \u00f6ffentliches Bild von Sexualit\u00e4t entsteht und wo es mit Gewalt verzahnt ist, aber auch, wie wir diese Strukturen umbauen k\u00f6nnen, diskutiert die Friedensnobelpreistr\u00e4gerin abwechselnd theoretisch als auch veranschaulichend in diesem Buch.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>\u00ab Wir sind viele, wir sind eins: wenn wir die Rechte der Frauen verst\u00e4rken, ver\u00e4ndern wir die Welt \u00bb von Melinda Gates<\/h3>\n<p>Wichtige feministische Bewegungen in den sozialen Medien schaffen endlich die notwendige Aufmerksamkeit f\u00fcr Sexismus in unserem direkten Umfeld.<\/p>\n<p>Aber leider ist das Problem global, und besonders in s\u00fcd- und zentralasiatischen sowie in manchen afrikanischen L\u00e4ndern wird M\u00e4dchen der Zugang zu Bildung verhindert w\u00e4hrend Frauen die Mittel zur Familienplanung verwehrt wird, was sie in unbezahlte \u00ab Care \u00bb-Arbeit und somit in finanzielle Abh\u00e4ngigkeit treibt. Gegen diese systematische Unterdr\u00fcckung von Frauen* macht sich Informatikern Melinda Gates mit ihrer Stiftung stark und schreibt in diesem Buch dar\u00fcber, was sich alles t\u00e4te, wenn dem weiblichen Geschlecht nicht die Menschenrechte verwehrt w\u00fcrden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>\u00ab Americanah \u00bb von Chimamanda Ngozi Adichie<\/h3>\n<p>Die Rahmenhandlung von Americanah ist die Liebesgeschichte von Obinze und Ifemelu, zwei junge Nigerianer, die im Laufe ihres Leben nach Amerika und Gro\u00dfbritannien auswandern und auch wieder zur\u00fcckkehren. Es geht um Rassismus, Entfremdung, Familie und Freundschaft.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>\u00ab Das weibliche Prinzip \u00bb von Meg Wolitzer<\/h3>\n<p>Zentrale Themen des Romans sind der Feminismus und die Machtverh\u00e4ltnisse in unserer Welt. Besonders der Konflikt zwischen dem neuen, modernen Feminismus unserer Zeit, verk\u00f6rpert durch die junge Studentin Greer, und der alten Frauenbewegung, verk\u00f6rpert durch die 63-j\u00e4hrige Faith Franke wird hierbei besonders beleuchtet.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vor wenigen Tagen hat die taz ihren Leser*innen zehn Lekt\u00fcren \u00ab mit Zukunft \u00bb f\u00fcr den Sommer empfohlen. Da freut man sich wahrscheinlich fast so sehr, wie die lesende Frau auf dem Titelbild sich freuen w\u00fcrde, k\u00f6nnte man zus\u00e4tzlich zu ihrem K\u00f6rper auch ihr Gesicht sehen. 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