{"id":735,"date":"2021-03-05T14:01:48","date_gmt":"2021-03-05T13:01:48","guid":{"rendered":"http:\/\/gruenejugend-kiel.de\/?p=735"},"modified":"2021-03-05T14:01:48","modified_gmt":"2021-03-05T13:01:48","slug":"beruecksichtigung-auf-den-covid-impflisten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gruenejugend-kiel.de\/?p=735","title":{"rendered":"Ber\u00fccksichtigung auf den COVID-Impflisten"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"font-weight: 400;\">Die Gr\u00fcne Jugend Kiel solidarisiert sich mit den Medizinstudierenden im Praktischen Jahr am UKSH in Kiel und deren Forderung auf den Covid-Impflisten ber\u00fccksichtigt zu werden. Wir fordern die Klinikleitung auf, allen PJler*innen und allen weiteren Gruppen, welche in Bereichen mit sehr hohem Expositionsrisiko t\u00e4tig sind (Priorit\u00e4tsgruppe 1: Intensivstation, Notaufnahme, Covid-Station, etc.), schnellstm\u00f6glich einen Impftermin zuzuteilen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Bei der Zuteilung von Covid-Impfungen darf es ab sofort keinen Unterschied mehr zwischen PJler*innen und anderen Klinikmitarbeiter*innen geben. Alle Personen, welche in den vulnerablen Bereichen arbeiten, m\u00fcssen unabh\u00e4ngig von Position oder Arbeitsrang bei der Vergabe von Impfterminen gleich behandelt werden.\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Der Vorstand wird damit beauftragt, baldm\u00f6glichst eine Pressemitteilung zu diesem Thema herauszugeben.<\/span><\/p>\n<h3><b>Begr\u00fcndung:<\/b><\/h3>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Medizinstudierende im Praktischen Jahr am UKSH werden zurzeit nicht geimpft, obwohl sie in denselben Bereichen mit sehr hohem Expositionsrisiko (Intensivstation, Notaufnahme, Covid-Station, etc.) wie andere Klinikmitarbeiter*innen, welche bereits geimpft wurden, arbeiten. Laut Impf-Verordnung besitzen aber alle Personen, die in Bereichen t\u00e4tig sind, in denen ein sehr hohes Expositionsrisiko besteht, die h\u00f6chste Priorit\u00e4t. Am UKSH werden PJler*innen aber zurzeit grunds\u00e4tzlich noch nicht geimpft, mit der Begr\u00fcndung der Kliniksprecherin, dass &#8222;durch den rotierenden Einsatz der PJ-Studenten diese im Gegensatz zu unseren fest eingesetzten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern nicht durchg\u00e4ngig im &#8218;gef\u00e4hrdeten&#8216; Einsatzbereich t\u00e4tig sind.&#8220; Zudem sei die &#8222;Wahrscheinlichkeit f\u00fcr eine schwere Erkrankung mit COVID-19 eher gering.&#8220; PJler*innen sollen am UKSH erst als &#8222;Gesamtgruppe&#8220; mitgeimpft werden, wenn mehr Impfstoff geliefert wird.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Wir als Gr\u00fcne Jugend Kiel finden, dass diese Behandlung nicht sein darf, weil sie ungerecht ist und bestimmte Gruppen einer unn\u00f6tigen Gefahr ausgesetzt werden. Stattdessen sollten Mitarbeiter*innen, welche in den Bereichen mit sehr hohem Expositionsrisiko arbeiten, unabh\u00e4ngig von Position oder Arbeitsrang, derselben Impf-Gruppe angeh\u00f6ren. Dies beziehen wir aber nicht nur auf PJler*innen. Hierin eingefasst sehen wir auch z.B. Leistende des Freiwilligen sozialen Jahres und des Bundesfreiwilligendienstes. Die Begr\u00fcndung, dass die Wahrscheinlichkeit f\u00fcr eine schwere COVID-19 Erkrankung eher gering sei, darf nicht als Grundlage f\u00fcr die Impfpriorisierung des UKSH genommen werden. Hier ist die Verordnung des Bundesministeriums f\u00fcr Gesundheit eindeutig. Dar\u00fcber hinaus k\u00f6nnen in den vorgenannten Gruppen Menschen eingeschlossen sein, die eine Vorerkrankung besitzen und denen das Nachgehen einer normalen T\u00e4tigkeit zwar erm\u00f6glicht wird, sie aber dennoch eher Gefahr laufen, schwer an COVID-19 zu erkranken. Nach der Verordnung des Bundesministeriums f\u00fcr Gesundheit werden Menschen mit bestimmten Vorerkrankungen aber erst in der Priorisierungsgruppe zwei ber\u00fccksichtigt. Weiter d\u00fcrfen gerade Menschen, die auch noch in Bereichen mit hohem Expositionsrisiko arbeiten, nicht vergessen werden. Die Corona-Pandemie wird uns noch Jahre besch\u00e4ftigen. Wir sehen das gro\u00dfe Problem, dass sich junge Menschen, die sich &#8211; aktuell und zuk\u00fcnftig &#8211; f\u00fcr ein Freiwilliges soziales Jahr oder einen Bundesfreiwilligendienst gemeldet h\u00e4tten, aufgrund der Gefahr einer schweren COVID-19-Erkrankung sich anderen Bereichen zuwenden (m\u00fcssen). Den Fachkr\u00e4ftemangel kann man aus unserer Sicht so nicht beenden. Au\u00dferdem werden junge Menschen in diesem Fall strukturell einer unn\u00f6tigen Gefahr ausgesetzt und trotz ihres sozialen Engagements benachteiligt. Die vom UKSH genannte Begr\u00fcndung, dass die PJ\u00b4ler*innen, aber aus unserer Sicht auch alle anderen Personengruppen, die nicht fest angestellt sind und somit in vielen Bereichen t\u00e4tig sein k\u00f6nnen, nicht durchg\u00e4ngig im gef\u00e4hrdeten Bereich arbeiten, k\u00f6nnen wir ebenfalls nicht nachvollziehen. In einer Notaufnahme bei einem Menschen mit einem gebrochenen Bein kann das Coronavirus ebenso vorhanden sein wie auf der Covid-Station. Da hier aber zun\u00e4chst das Augenmerk auf das gebrochene Bein gerichtet wird, ist das Coronavirus eine viel verstecktere Gefahr als in einem Bereich mit an Covid-19 erkrankten Patient*innen, bei denen das Virus nachgewiesen wurde. Das UKSH soll stattdessen der Pflicht nachkommen, gerade in dieser Pandemie die Mitarbeiter*innen, egal welchen Arbeitsranges, bestm\u00f6glich zu sch\u00fctzen &#8211; insbesondere vor COVID-19.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Dar\u00fcber hinaus gibt es Gegenbeispiele zur Handhabe des UKSH. Beispielsweise wurden PJler*innen in der Imland-Klinik in Rendsburg und Eckernf\u00f6rde von vornherein auf den Corona-Impflisten ber\u00fccksichtigt, sofern sie in den priorisierten Bereichen arbeiten. Und das mit der v\u00f6llig logischen Begr\u00fcndung der Klinik-Sprecherin: &#8222;Wenn ich in der Notaufnahme arbeite, ist es egal, ob ich Oberarzt, Schwester, PJler oder FSJler bin.&#8220;<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Da eine Ansprache an das UKSH bisher keine Wirkung zeigt, solidarisieren wir uns durch eine Pressemitteilung nun auch \u00f6ffentlich.<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Gr\u00fcne Jugend Kiel solidarisiert sich mit den Medizinstudierenden im Praktischen Jahr am UKSH in Kiel und deren Forderung auf den Covid-Impflisten ber\u00fccksichtigt zu werden. Wir fordern die Klinikleitung auf, allen PJler*innen und allen weiteren Gruppen, welche in Bereichen mit sehr hohem Expositionsrisiko t\u00e4tig sind (Priorit\u00e4tsgruppe 1: Intensivstation, Notaufnahme, Covid-Station, etc.), schnellstm\u00f6glich einen Impftermin zuzuteilen. 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