Für den Verhütungsmittelfonds der Stadt Kiel gilt ab jetzt einen Antragsstopp. Die jährlichen 40.000€ des Fonds sind bereits zur Hälfte des Jahres aufgebraucht worden. Die Grüne Jugend Kiel fordert eine Aufstockung des Fonds, um Versorgungssicherheit auch bis Ende des Jahres zu gewährleisten.

Hierzu kommentiert Nelly Waldeck, Sprecherin der Grünen Jugend Kiel: “Die Etablierung des Verhütungsmittelfonds war ein großer Erfolg auf dem Weg zu einer geschlechtergerechten Stadt. Die hohe Nutzung des Fonds zeigt klar, wie wichtig ein Finanzierungsangebot für Verhütung ist. Von den 40.000€ des Fonds konnten nur 164 Anträge behandelt werden. Das verdeutlicht: Verhütung verursacht hohe Kosten, die nicht für jede Person finanzierbar sind. Insbesondere die Wahl des passenden Verhütungsmittels ist eine gesundheitliche Frage und sollte nicht abhängig vom Einkommen entschieden werden müssen. Daher fordern wir, dass der Verhütungsmittelfonds aufgestockt wird, um die Versorgungssicherheit weiterhin zu gewährleisten.”

Nelli Lücke, Frauen-, Inter-, Nicht Binäre, Trans- und genderpolitische Sprecherin ergänzt: “Verhütung ist eines der wichtigsten Mittel zu körperlicher Selbstbestimmung, welches Frauen offen steht. Sexuelle und körperliche Selbstbestimmung sollte weder eine Frage des Einkommens noch des Geschlechtes sein. Verhütungsmittel werden in der großen Mehrheit noch immer von Frauen finanziert. Durch eine aus Steuergeldern finanzierte Unterstützung über den Verhütungsmittelfonds wird ein Beitrag zur Gleichberechtigung der Geschlechter geleistet.”